Aberglaube in Thailand

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In Thailand ist der Buddhismus Staatsreligion und vereint die Thaigesellschaft. Die Legende besagt, dass ein indischer Befehlshaber im 3. Jahrhundert vor Christi, Mönche in die Welt aussandte, um den Glaubenssatz des Buddha, dass sogenannte Dharma, zu verbreiten. Zwei dieser Mönche sollen den Bezirk des gegenwärtigen Thailands erreicht haben, wo der gigantische Phara Pathom Chedi noch heutzutage an das geschichtsträchtige Vorkommnis erinnert. Die Mönche fanden hier schon auf bestehende Religionen vor.

Zum einen war der hinduistische Brahmanismus vorherrschend, zum anderen verehrte die Bevölkerung den Animinismus. Eine Glaubensrichtung, welche an Geister, Dämonen und Götter glaubte. Der tolerante Buddhismus hatte keinerlei Probleme mit den unterschiedlichen Religionen zu koexistieren. So breitete sich der Buddhismus über das ganze Südostasien aus, wobei er dabei eine Vielzahl der Riten der verschiedenen Religionen übernahm. Diese Mischung trug dazu bei, dass der logische, sachliche Buddhismus heutzutage in Thailand von einer Menge an Bräuchen durchsetzt ist, welche mit der ursprünglichen Lehre nichts mehr zu tun haben. Letztendlich machte aber gerade diese Toleranz den sachlichen und von klaren Prinzipien geprägten Buddhismus zu einer anerkannten Volksregion.

Geister

Wie bereits erwähnt, konnte sich der Buddhismus in den asiatischen Ländern zum größten Teil wegen seiner Fähigkeit zur Koexistenz mit vorhandenen Religionen halten. In Tibet traf der Buddhismus auf einen Glauben, welcher von dämonischen Ritualen durchzogen war. Das Endergebnis war, dass der tantrische Buddhismus entstand. In China wiederum vermengte sich der Buddhismus mit dem Taoismus und das Resultat war ein Buddhismus, welcher neue Einblicke in den Hauptkern der Welt zuließ. In Südostasien und Thailand wurden in prä-buddhistischer Zeit der Animismus durchlebt. Ein extrem urtümlicher Glauben, in dem sich das ganze Leben der Menschen in erster Linie um Dämonen und Geister drehte. Da sich aber der reine Buddhismus mit andersartigen Themeninhalte beschäftigte, konnte sich der Animismus bis heutzutage halten.

Geisterhäuser

Auffälligstes Zeichen dieser amitischen Glaubensrichtung sind die Geisterhäuser, die sogenannten San Phra Phum. Das bedeutet, dass im Glauben der Thais, die gesamte Welt von Geistern bewohnt ist und die Geister nehmen massiven Einfluss auf das ganze Leben der Menschen. Manche Geister sind wohlwollend und andere wiederum sind der Menschheit schlecht gesonnen. Auch das ganze Land ist von Geistern bewohnt und jeder Thailänder der sich ein Haus baut, versucht die Geister zu vertreiben, aber diese könnten es dem Hausbauer übelnehmen. Zur Besänftigung des Geistes muss man ihnen eine angemessene Alternative bieten. Dazu dienen die Geisterhäuser, welche man in jeder Ausführung auf jeden Hausgrundstück vorfindet. Das Geisterhaus reicht dem Geist nicht aus, man muss ihn mit Essen, Getränken, Zigaretten oder Früchten ausgiebig bewirten.

Auch das Kartenlegen oder Horoskope und der Wunsch in die Zukunft zu sehen sind in Thailand wie übrigens auch bei uns in Europa sehr weit verbreitet und die Menschen geben dafür einiges an Geld aus.

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